Die Bildungsinitiative OLPC (One Laptop Per Child), die anno 2005 mit dem für damalige Verhältnisse unglaublich günstigen 100-Dollar-Laptop auf sich aufmerksam gemacht hat, hat ein erstes Detail zur nächsten Gerätegeneration bekanntgegeben: In dem XO-4 Touch genannten Gerät wird Touchscreen-Technik des schwedischen Unternehmens Neonode zum Einsatz kommen.
Die unter dem Namen zForce vertriebene Multitouch-Technik nutzt keine kapazitiven oder resistiven Effekte, sondern Infrarot-Lichtfelder, die vom Finger oder beliebigen anderen Gegenständen unterbrochen werden. Sie steckt derzeit unter anderem in touchfähigen E-Book-Readern von Amazon, Barnes Noble und Sony.
zForce lässt sich laut Neonode mit beliebigen Displays und Oberflächen kombinieren und damit wohl auch mit dem Pixel-Qi-Bildschirm, der bislang in allen XO verfügbar war. Seine Besonderheit: Er lässt sich selbst unter praller Sonne gut ablesen, weil er die einfallenden Lichtstrahlen für eine Graustufen-Darstellung nutzt. Mit eingeschalteter Hintergrundbeleuchtung verwandelt er sich dagegen in ein Farb-Display.
Ob im XO-4 Touch tatsächlich wieder ein Pixel-Qi-Bildschirm steckt, ist allerdings unklar: Weitere Details abseits der Neonode-Partnerschaft oder gar ein Erscheinungsdatum sind derzeit auch OLPCs Entwicklergemeinde nicht bekannt. OLPC selbst sagt lediglich, dass der XO-4 Touch anders als das auf der CES vorgestellte Tablet XO-3 wieder ein vollwertiges Notebook werden soll, das man aber auch als Tablet benutzen kann.
(mue)
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